Banner
 

Bedingungsloses
Grund-
Einkommen

Bedingungsloses Grundeinkommen:

Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Am 16. September 2009 fand das erste internationale Symposium zum Thema „Grundeinkommen“ in Kiew auf ukrainisch/russisch statt. Ermöglicht wurde diese Veranstaltung im Rahmen der internationalen „Woche des Grundeinkommens“ durch eine Spende aus Deutschland.

Zu den Gästen zählten Manfred Füllsack (Universität Wien), Nazip Khamitov (Nationale Akademie der Wissenschaften in der Ukraine) und Jörg Drescher (Projekt Jovialismus), sowie Olesya Storozhuk und Yulia Samus, die die Sprachunterschiede überbrückten und selbst zum Thema referierten.

Ablauf

Um 18:15 begann Olesya mit der Vorstellung des Podiums, erklärte den Ablauf der Veranstaltung und machte eine kurze Einführung ins Thema. Nazip stellte daraufhin Fragen in den Raum, die mit dem Thema verbunden sind. Jörg gab danach einen kurzen geschichtlichen Überblick, wie sich die Idee des Grundeinkommens entwickelte. Manfred berichtete über den Alaska Permanent Fund, der seit den 1970er Jahren als Musterbeispiel für die Umsetzung eines Grundeinkommens gilt. Und Yulia referierte letztlich, wie sich die Situation in Afrika darstellt und welche Folgen das Pilot-Projekt in Namibia zeigt.

Danach begann eine erste Diskussion, bei der die „üblichen Kernfragen“ gestellt wurden:

  • Wer wird dann noch arbeiten?
  • Wie ist ein Grundeinkommen finanzierbar?
  • Ist es gerecht, auch Reichen ein Grundeinkommen zu bezahlen?

Um 19:30 war „Coffeebreak“, bei der sich die Diskussion im Restaurant des Hotels rege fortsetzte. An allen Tischen konnte man Gespräche über das Thema hören.

Das Symposium ging dann um 20:00 Uhr mit den Einzelvorträgen weiter, die jeweils mit einigen Fragen aus dem Publikum abgeschlossen wurden. Die Tatsache, dass ernste und intelligente Fragen gestellt wurden, zeigte, dass das Thema auf Interesse gestoßen ist. Außerdem waren nach der Pause immer noch über die Hälfte der Besucher anwesend.

Die abschließende Diskussion, ob ein Grundeinkommen mit der Mentalität in der Ukraine vereinbar sei, endete aus Zeitgründen damit, dass dies weiter besprochen werden müsse. Eine breitere Debatte wird mit dem Ziel angestrebt, ein ukrainisches Netzwerk zu gründen, das durch eine Delegation auf dem nächsten BIEN-Kongress in Brasilien vertreten werden soll, um als ukrainisches Netzwerk BIEN beizutreten.

Alle Texte zu den Vorträgen, die beim Symposium gehalten wurden, können hier nachgelesen werden.

Download des Programms