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Bedingungsloses
Grund-
Einkommen

Bedingungsloses Grundeinkommen

Wie stellen wir uns die Zukunft unseres Landes in zwanzig oder auch in fünfzig Jahren vor? Wie wollen wir leben? Und welche Optionen stehen uns dafür offen?

Eine dieser Optionen heißt: „Bedingungsloses Grundeinkommen“. Die Idee dahinter ist sehr einfach:

Der Staat zahlt allen Bürgern ein bescheidenes, aber ausreichendes Einkommen, das an keinerlei Bedingungen geknüpft ist, und überlässt es jedem selbst, aus anderen Quellen zusätzlich Geld zu verdienen.

Über Jahrhunderte hinweg taucht dieser Gedanke immer wieder auf. Aber erst in den letzten Jahrzehnten wird diese Idee aufgrund wachsender sozialer Probleme immer breiter öffentlich diskutiert. Die einen sehen darin eine Möglichkeit, Arbeitslosigkeit und Armut zu bekämpfen: Sie nennen das Bedingungslose Grundeinkommen ein unveräußerliches, vom Staat zu garantierendes Recht. Andere bezeichnen die Idee als verrückt, wirtschaftlich unmöglich und ethisch verwerflich: Man solle den Gedanken so schnell wie möglich vergessen und ein für alle mal in den Mülleimer der Geschichte werfen.

Aber worum geht es tatsächlich?

Das Argument der Unfinanzierbarkeit wurde durch mehrere Modelle widerlegt. Damit bleibt im wesentlichen die Frage übrig, ob wir es zulassen können, nicht mehr für unsere Grundbedürfnisse arbeiten zu müssen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Den Menschen eines solchen Staates würden die Existenzsorgen genommen. Jeder hat die gleichen Startbedingungen, um zu lernen, sich weiterzubilden und auf seine Weise tätig zu werden.

Unternehmen profitieren, weil die Menschen über Geld verfügen, um die angebotenen Produkte zu kaufen. Durch die Einnahmen können Unternehmen wiederum ihren Mitarbeitern Löhne und Gehälter bezahlen.

Und wo liegt dann das Problem?

Argumente gegen diese Idee, die aus der Politik stammen, hängen damit zusammen, wie die Menschen ohne Ängste und Sorgen regiert werden können.

Gegenargumente aus der Wirtschaft fürchten sich vor den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das (Arbeits-)Verhalten: Arbeiten, die niemand machen will, müssen besser bezahlt werden, um einen höheren Anreiz zu geben.

Welchen Ausweg gibt es?

Je mehr Menschen sich für diesen Gedanken interessieren und die Folgen diskutieren, je mehr Menschen sich eine solche Welt vorstellen können und sich diese Zukunft wünschen, desto wahrscheinlicher wird sie. Dafür muss man die Idee aber kennen und verstehen.

Deshalb: Aufklärungsarbeit und Offenheit gegenüber neuen Ideen!

 

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